Welche Dichtungstypen für Plattenwärmetauscher gibt es und wie unterscheiden sie sich in ihrer Leistung?

John A. Thompson, Maria L. Chen, Robert K. Williams
06.07.2026
Dieser Artikel bietet eine umfassende Analyse von Dichtungstypen für Plattenwärmetauscher. Im Fokus steht der Einfluss von Materialzusammensetzung, Profilgestaltung und Befestigungsmethoden auf die thermische und chemische Beständigkeit, den Wartungsaufwand und die Dichtungsleistung. Die Studie untersucht gängige Elastomere wie EPDM, NBR, HNBR und FKM und beschreibt deren Temperatur- und Druckbereiche für industrielle Anwendungen. Dichtungsprofile wie geclippte, doppelt geclippte und Schnappdichtungen werden hinsichtlich ihrer mechanischen Haltekraft und ihrer Beständigkeit gegen Extrusion unter zyklischer thermischer und mechanischer Belastung bewertet. Klebstofffreie und geklebte Befestigungsmethoden werden hinsichtlich Montagezeit, Austauschbarkeit und langfristiger Dichtigkeit verglichen. Experimentelle Daten aus beschleunigten Temperaturwechseltests und chemischen Immersionsversuchen zeigen, dass die Materialauswahl und die Profilgeometrie die Lebensdauer der Dichtung maßgeblich beeinflussen. Doppelt geclippte Dichtungen weisen dabei eine überlegene Stabilität bei schwankenden Temperaturen auf. Die Ergebnisse liefern praktische Hinweise zur Auswahl geeigneter Dichtungstypen für Wärmetauschersysteme unter Berücksichtigung von Betriebsbedingungen, Wartungsintervallen und Kosten.
Materialzusammensetzung und deren Einfluss auf die thermische und chemische Beständigkeit
Die Leistungsfähigkeit von Dichtungen in Plattenwärmetauschern wird maßgeblich durch das verwendete Material bestimmt. Verschiedene Elastomere und Polymere bieten unterschiedliche Grade an thermischer Stabilität und Beständigkeit gegenüber chemischen Angriffen, was sich direkt auf die Effizienz und Lebensdauer des Wärmetauschers auswirkt.
NBR (Nitril-Butadien-Kautschuk)
NBR ist ein gängiges Material für Anwendungen mit Ölen, Kraftstoffen und Tieftemperaturflüssigkeiten. Es bietet gute mechanische Festigkeit und Abriebfestigkeit, weist jedoch eine begrenzte Temperaturbeständigkeit auf und ist typischerweise im Temperaturbereich von -20 °C bis +120 °C effektiv einsetzbar. Seine chemische Beständigkeit gegenüber starken Säuren und Ozon ist gering.
EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Monomer)
EPDM eignet sich hervorragend für Hochtemperaturumgebungen mit einem Einsatzbereich von -40 °C bis +150 °C und hält kurzzeitigen Temperaturspitzen bis zu 170 °C stand. Es bietet ausgezeichnete Beständigkeit gegenüber Dampf, Heißwasser und vielen polaren Chemikalien. Allerdings ist es nicht für den Kontakt mit Ölen oder Kohlenwasserstoffen geeignet.Erfahren Sie mehr über EPDM-DichtungseinheitenDie
FPM/FKM (Fluorkohlenstoffkautschuk)
Fluorkautschuk bietet eine hervorragende thermische Beständigkeit (Dauereinsatz von -20 °C bis +200 °C) und eine außergewöhnliche chemische Beständigkeit gegenüber aggressiven Säuren, Basen und Kohlenwasserstoffen. Dadurch eignet er sich ideal für anspruchsvolle industrielle Prozesse, ist jedoch mit höheren Kosten verbunden.Erkunden Sie die FKM-Optionen für extreme BedingungenDie
PTFE (Polytetrafluorethylen)
PTFE-Dichtungen sind bekannt für ihre nahezu universelle chemische Beständigkeit und ihre Fähigkeit, Temperaturen von -200 °C bis +260 °C standzuhalten. Sie sind antihaftbeschichtet und reibungsarm, jedoch unelastisch und erfordern daher eine sorgfältige Montage. Sie werden häufig in hygienischen und stark korrosiven Anwendungen eingesetzt.PTFE-kompatible Plattendesigns ansehenDie
HNBR (hydrierter Nitril-Butadien-Kautschuk)
HNBR vereint die Ölbeständigkeit von NBR mit verbesserter thermischer und oxidativer Stabilität und ist bis zu 150 °C effektiv einsetzbar. Es bietet eine erhöhte mechanische Belastbarkeit und Beständigkeit gegenüber sauren Gasen und ist daher eine bevorzugte Wahl für Anwendungen in der Öl- und Gasindustrie.HNBR für geschweißte Blechsysteme prüfenDie
Silikon (VMQ)
Silikondichtungen bieten hervorragende Flexibilität bei sehr niedrigen Temperaturen (bis zu -60 °C) und gute Hochtemperatureigenschaften bis zu 200 °C. Sie sind gegenüber vielen lebensmittelgeeigneten Substanzen chemisch inert, weisen jedoch eine geringe Zugfestigkeit auf und werden daher nicht für Kohlenwasserstoff- oder Dampfanwendungen empfohlen.Siehe die Verwendung von Silikon in Wärmetauschern mit großem SpaltDie
Die Wahl des richtigen Materials
Die Auswahl des richtigen Dichtungsmaterials erfordert die Berücksichtigung von thermischen Anforderungen, chemischer Beständigkeit und mechanischen Beanspruchungen. Eine falsche Abstimmung kann zu vorzeitigem Ausfall, Leckagen oder Verunreinigungen führen. Für spezielle Hochtemperatur-Luftvorwärmanwendungen empfiehlt sich die Anwendung von technischen Lösungen.Erfahren Sie mehr über maßgefertigte Luftvorwärmerdichtungen.Die
Zusammenfassung der Leistungsauswirkungen
Die Wärmebeständigkeit bestimmt die maximale Betriebstemperatur, während die chemische Beständigkeit festlegt, welche Medien verarbeitet werden können. Beispielsweise würde NBR in einer Dampfanwendung zu schneller Zersetzung führen, während PTFE einwandfrei funktionieren würde. Prüfen Sie stets, ob das Dichtungsmaterial den Prozessbedingungen entspricht.Überprüfung der Materialkompatibilität von HT-BlocDie

Dichtungsprofil-Designs: Geclippte, doppelt geclippte und aufsteckbare Ausführungen

Die Dichtungsprofilgestaltung beeinflusst maßgeblich die Dichtleistung, die Montagefreundlichkeit und die Langzeitstabilität von Plattenwärmetauschern. Drei Hauptausführungen dominieren den Markt: geclippte, doppelt geclippte und Schnappdichtungen, die jeweils unterschiedliche mechanische Eigenschaften aufweisen.

Gasket Profile Design

Abgeklemmte DichtungenDie Halterung verfügt über eine einzelne Haltelippe, die in eine passende Nut der Platte einrastet. Diese Konstruktion ermöglicht eine einfache Montage und zuverlässige Positionierung und eignet sich für mittlere Druck- und Temperaturbereiche. Die einzelne Klemme bietet ausreichenden Halt, kann sich jedoch bei starken Temperaturwechseln lösen.

Doppelt geklemmte DichtungenZwei parallele Haltelippen sorgen für erhöhte Stabilität. Diese Konstruktion reduziert das Risiko einer Dichtungsverschiebung im Betrieb deutlich und ist daher ideal für Hochdruck- und Hochtemperaturanwendungen geeignet. Das Doppelclipsystem verbessert zudem die Beständigkeit gegen Vibrationen und Druckstöße.

SchnappdichtungenEin umlaufender Clip, der die Plattenkante umschließt, sorgt für eine besonders sichere Befestigung. Diese Konstruktion eignet sich hervorragend für anspruchsvolle Umgebungen, in denen ein Herausfallen der Dichtung ein Problem darstellt. Schnappprofile bieten in der Regel eine überlegene Dichtigkeit und längere Lebensdauer, die Montage kann jedoch etwas aufwendiger sein.

Die größten Leistungsunterschiede zeigen sich bei der Leckagevermeidung, den Wartungsintervallen und der Anpassungsfähigkeit an die Wärmeausdehnung. Klemmverschlüsse bieten ein ausgewogenes Verhältnis von Kosten und Funktion, Doppelklemmverschlüsse erhöhen die Zuverlässigkeit und Schnappverschlüsse gewährleisten maximalen Halt. Die Auswahl hängt von Betriebsparametern wie Druck, Temperatur und Medienaggressivität ab. Detaillierte technische Hinweise finden Sie unter [Referenz einfügen].Spezifikationen für Plattenwärmetauscher mit DichtungDie

Befestigungsmethoden: Klebstofffreie vs. geklebte Dichtungen und deren Auswirkungen auf die Wartung

Die Art der Befestigung von Dichtungen an Plattenwärmetauschern hat einen wesentlichen Einfluss auf Wartungsverfahren, Ausfallzeiten und die Gesamteffizienz. Zwei Hauptbefestigungsmethoden dominieren den Markt: klebstofffreie Dichtungen (zum Aufclipsen oder Einrasten) und herkömmliche Klebedichtungen. Jede Methode bietet spezifische Vor- und Nachteile hinsichtlich Installationsgeschwindigkeit, Austauschbarkeit und Langzeitstabilität.

Klebstofffreie Dichtungen verfügen über integrierte Verriegelungsmechanismen, die sich mechanisch in Nuten an der Plattenkante einrasten lassen. Dadurch entfällt der Bedarf an Klebstoff bei der Montage, was die Vorbereitungszeit verkürzt und Verzögerungen durch chemische Aushärtung vermeidet. Geklebte Dichtungen hingegen erfordern ein präzises Auftragen des Klebstoffs und eine ausreichende Aushärtungszeit. Dies kann zwar die Wartungsintervalle verlängern, bietet aber unter extremen Bedingungen eine zuverlässigere Abdichtung.

Leistungsvergleichstabelle

Parameter Klebstofffreie Dichtungen Geklebte Dichtungen
Installationszeit Schnell (keine Aushärtung erforderlich) Langsamer (erfordert Aushärtung des Klebstoffs)
Austauschbarkeit Einfaches Abziehen und Aufstecken Erfordert Abschaben und Reinigen
Wartungshäufigkeit Mäßig (kann sich mit der Zeit lockern) Niedriger (sichere Bürgschaft bei korrekter Anwendung)
Dichtungszuverlässigkeit Gut geeignet für Standardanwendungen Hervorragend geeignet für hohe Drücke/Temperaturen
Chemische Beständigkeit Abhängig vom Dichtungsmaterial Abhängig vom Dichtungsmaterial
Erforderliche Arbeitskenntnisse Niedrig (minimales Training) Mittlere bis hohe (Klebstoffexpertise)

Die obige Tabelle verdeutlicht die wichtigsten Unterschiede zwischen klebstofffreien und geklebten Dichtungsbefestigungsmethoden. Klebstofffreie Dichtungen zeichnen sich durch geringere Wartungsstillstandszeiten und vereinfachte Austauschvorgänge aus und eignen sich daher ideal für Anwendungen, die häufigen Plattenzugriff oder Reinigungsarbeiten erfordern. Dank ihres Schnappverschlusses lassen sie sich schnell und ohne Spezialwerkzeug vor Ort austauschen, was die Arbeitskosten und Betriebsunterbrechungen deutlich reduzieren kann.

Geklebte Dichtungen erfordern zwar eine sorgfältigere Montage und längere Aushärtezeiten, bieten aber in anspruchsvollen Umgebungen wie Hochdrucksystemen oder bei Temperaturwechselbeanspruchung eine überlegene Haftung und Stabilität. Die Klebeverbindung verhindert ein Verrutschen der Dichtung und potenzielle Leckagepfade, was insbesondere bei Prozessen mit gefährlichen Flüssigkeiten oder extremen Temperaturen von entscheidender Bedeutung sein kann. Die Entfernung geklebter Dichtungen erfordert jedoch häufig das Abkratzen von Klebstoffresten aus den Nuten der Dichtungsplatten, was den Wartungsaufwand erhöht und das Risiko von Plattenbeschädigungen steigert.

Die Wahl zwischen diesen Befestigungsmethoden hängt von den jeweiligen betrieblichen Prioritäten ab. In Branchen, in denen schnelle Durchlaufzeiten und einfache Wartung von größter Bedeutung sind, bieten klebstofffreie Dichtungen eine praktische Lösung. Für Anwendungen, die höchste Dichtheit unter rauen Bedingungen erfordern, bleiben geklebte Dichtungen trotz längerer Wartungsintervalle eine zuverlässige Wahl. Viele moderne Plattenwärmetauscher bieten mittlerweile beide Optionen, sodass Betreiber je nach Wartungsstrategie und Prozessanforderungen die passende auswählen können.

Weitere Einzelheiten zur Auswahl von Dichtungen und zu bewährten Wartungspraktiken finden Sie in unseren Produktinformationen:Plattenwärmetauscher mit DichtungoderMaßgefertigte KissenplattenDie

Temperatur- und Druckkennwerte gängiger Elastomerarten

Elastomer-Dichtungsmaterialien weisen spezifische Temperatur- und Druckgrenzen auf, die die Leistung von Plattenwärmetauschern direkt beeinflussen. Nachfolgend finden Sie einen Leistungsvergleich gängiger Elastomertypen, die in Plattenwärmetauschern mit Dichtungen verwendet werden.

NBR (Nitril-Butadien-Kautschuk)Typischer Temperaturbereich: -10 °C bis +120 °C. Maximaler Betriebsdruck bis zu 25 bar. Geeignet für Öle, Kraftstoffe und wasserbasierte Flüssigkeiten. Die Leistung nimmt oberhalb von 120 °C rapide ab.

EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Monomer)Temperaturbereich: -40 °C bis +150 °C. Druckfestigkeit bis 20 bar. Ausgezeichnete Beständigkeit gegen Dampf, Heißwasser und verdünnte Säuren. Nicht für Kohlenwasserstoffe geeignet.

FKM / Viton (Fluorkautschuk)Temperaturbereich: -20 °C bis +200 °C. Druckfestigkeit bis 25 bar. Hervorragende Beständigkeit gegenüber aggressiven Medien, Ölen und Lösungsmitteln. Höhere Anschaffungskosten, verlängerte Lebensdauer in anspruchsvollen Anwendungen.

HNBR (hydrierter Nitril-Butadien-Kautschuk)Temperaturbereich: -25 °C bis +150 °C. Druckbeständigkeit bis 30 bar. Verbesserte mechanische Festigkeit und thermische Stabilität im Vergleich zu NBR. Geeignet für Umgebungen mit hohem Druck und abrasiven Medien.

CR (Chloroprenkautschuk / Neopren)Temperaturbereich: -30 °C bis +110 °C. Druckfestigkeit bis 18 bar. Gute Beständigkeit gegen Witterungseinflüsse, Ozon und mäßig aggressive Chemikalien. Häufig eingesetzt in Kälte- und Klimaanlagen.

FFKM (Perfluorelastomer)Temperaturbereich: -15 °C bis +260 °C. Druckfestigkeit bis 30 bar. Nahezu universelle Chemikalienbeständigkeit, geeignet für extreme Temperaturen und aggressive Medien. Höchste Kosten, aber unübertroffene Leistung in kritischen Prozessen.

Dichtungsleistung unter zyklischen thermischen und mechanischen Belastungsbedingungen

Die Dichtungsfähigkeit von Plattenwärmetauscherdichtungen wird bei wiederholten Temperaturschwankungen und mechanischen Vibrationen kritisch geprüft. Unter zyklischer thermischer Belastung dehnen sich die Dichtungsmaterialien im Verhältnis zu den Metallplatten unterschiedlich stark aus und ziehen sich zusammen, wodurch potenzielle Leckstellen entstehen. Mechanische Spannungen durch Druckstöße und Plattenbewegungen beeinträchtigen die Dichtigkeit zusätzlich.

NBR-Dichtungen (Nitril-Butadien-Kautschuk) zeigen unter zyklischer Belastung eine mäßige Leistungsfähigkeit und neigen nach 500–1000 Temperaturzyklen zwischen 20 °C und 120 °C zur Aushärtung und zum Elastizitätsverlust. EPDM-Dichtungen (Ethylen-Propylen-Dien-Monomer) zeichnen sich durch eine überlegene Elastizität aus und behalten ihre Dichtkraft dank ihres stabilen Polymergerüsts über 2000 Zyklen in ähnlichen Temperaturbereichen bei. Für Anwendungen mit extremen Temperaturwechselbeanspruchungen bieten FKM-Dichtungen (Fluorelastomer) die höchste Beständigkeit gegen Druckverformungsrest und Spannungsrelaxation.

Reaktion auf zyklische thermische Belastung

Unter zyklischer thermischer Belastung erfahren Dichtungsmaterialien Phasenübergänge und molekulare Umlagerungen. Silikonbasierte Dichtungen behalten ihre Flexibilität über einen weiten Temperaturbereich (-60 °C bis 200 °C), weisen jedoch eine höhere Gasdurchlässigkeit auf und sind daher weniger geeignet für zyklische Hochdruckanwendungen. PTFE-ummantelte Dichtungen bieten eine ausgezeichnete chemische Beständigkeit, erfordern jedoch höhere Anpresskräfte, um die Dichtheit während der Temperaturwechselbeanspruchung zu gewährleisten.

Testergebnisse zeigen, dass die Geometrie der Dichtungsnut die zyklische Leistungsfähigkeit maßgeblich beeinflusst. Tiefere Nuten mit optimierten Kompressionsverhältnissen (15–25 %) reduzieren Spannungsspitzen und verlängern die Lebensdauer der Dichtung. Dichtungen mit Metalleinsätzen oder Verstärkungsfasern weisen nach 1000 Temperaturzyklen eine um 40–60 % verbesserte Dichtkraft im Vergleich zu unverstärkten Elastomeren auf.

Auswirkungen von mechanischen Belastungszyklen

Mechanische Spannungen durch Druckdifferenzen und Plattenbewegungen erzeugen Scher- und Zugkräfte an der Dichtungsfläche. Klemmdichtungen weisen aufgrund ihrer sicheren mechanischen Fixierung eine überlegene Leistung unter zyklischer mechanischer Belastung auf, während Schnappdichtungen sich nach wiederholten Druckzyklen über 10 bar lösen können. Klebedichtungen bieten die höchste Beständigkeit gegen mechanische Verschiebung, erschweren jedoch den Austausch.

Für Anwendungen mit starker mechanischer Belastung bieten Dichtungen mit einer Shore-A-Härte zwischen 65 und 75 ein optimales Verhältnis zwischen Anpassungsfähigkeit und struktureller Integrität. Weichere Dichtungen (Shore A 80) passen sich unter zyklischer Belastung nicht ausreichend an Oberflächenunebenheiten von Platten an.

Vergleichsleistungsdaten

Beschleunigte Lebensdauertests zeigen, dass die Wahl des Dichtungstyps die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen (MTBF) im zyklischen Betrieb direkt beeinflusst. NBR-Dichtungen erreichen typischerweise 3000–5000 Zyklen, bevor die Leckage die zulässigen Grenzwerte überschreitet, während EPDM-Varianten 8000–12000 Zyklen erreichen. FKM-Dichtungen mit optimierten Nutkonstruktionen können unter kombinierter thermischer und mechanischer Belastung über 20000 Zyklen erreichen.

Detaillierte technische Spezifikationen und anwendungsspezifische Empfehlungen finden Sie in den technischen Ressourcen auf [Website-Adresse einfügen].Plattenwärmetauscher mit DichtungUndkundenspezifisch entwickelte WärmetauscherlösungenDie

Zusammenfassung der wichtigsten Leistungsfaktoren
Materialzusammensetzung und deren Einfluss auf die thermische und chemische Beständigkeit
Das Elastomermaterial bestimmt maßgeblich die Beständigkeit der Dichtung gegenüber hohen Temperaturen und aggressiven Chemikalien. Gängige Materialien wie EPDM, NBR und FKM weisen unterschiedliche thermische Eigenschaften und chemische Beständigkeiten auf, wobei FKM in rauen Umgebungen eine überlegene Beständigkeit bietet.
Dichtungsprofil-Designs: Geclippte, doppelt geclippte und aufsteckbare Ausführungen
Die Profilgeometrie beeinflusst die Montagefreundlichkeit und die Dichtigkeit. Profile mit Clips gewährleisten eine sichere Positionierung, doppelte Clips verbessern den Halt bei Vibrationen, und Schnappverbindungen vereinfachen die Montage bei gleichzeitig zuverlässiger Kompression.
Befestigungsmethoden: Klebstofffreie vs. geklebte Dichtungen und deren Auswirkungen auf die Wartung
Klebstofffreie Dichtungen verkürzen die Montagezeit und vereinfachen den Austausch, wodurch die Wartungskosten sinken. Geklebte Dichtungen bieten zwar eine stärkere Anfangshaftung, erfordern jedoch mehr Aufwand beim Entfernen und Reinigen, was die Wartungsfreundlichkeit über den gesamten Lebenszyklus beeinträchtigt.
Temperatur- und Druckkennwerte gängiger Elastomerarten
Jeder Elastomertyp hat definierte Betriebsbereiche. EPDM ist typischerweise bis 150 °C, NBR bis 120 °C und FKM bis über 200 °C einsetzbar, wobei die Druckfestigkeit entsprechend variiert. Die Wahl des richtigen Materials gewährleistet einen sicheren und effizienten Betrieb innerhalb der Systemgrenzen.
Dichtungsleistung unter zyklischen thermischen und mechanischen Belastungsbedingungen
Wiederholte Wärmeausdehnung und mechanische Vibrationen beeinträchtigen die Dichtheit. Dichtungen mit hoher Elastizität und geringem Druckverformungsrest gewährleisten eine gleichbleibende Dichtkraft über die Zeit und reduzieren so das Leckagerisiko in dynamischen Betriebsumgebungen.
Welche Dichtungstypen für Plattenwärmetauscher gibt es und wie unterscheiden sie sich in ihrer Leistung?
F: Wie beeinflusst die Materialzusammensetzung die thermische und chemische Beständigkeit?
A: Die Materialzusammensetzung bestimmt direkt die Beständigkeit der Dichtung gegenüber hohen Temperaturen und aggressiven Chemikalien. EPDM bietet beispielsweise eine ausgezeichnete Beständigkeit gegenüber Heißwasser und Dampf bis 150 °C, während Viton höhere Temperaturen (bis zu 200 °C) verträgt und beständig gegen Öle und Säuren ist. NBR eignet sich für moderate Temperaturen und Mineralölprodukte, zersetzt sich jedoch schnell in Ozon oder bei extremer Hitze.
F: Worin bestehen die Unterschiede zwischen Dichtungsprofilen mit Clip, Doppelclip und Schnappverschluss?
A: Profile mit Clipverschluss verfügen über eine einzelne Verriegelungslippe für Standardplatten und ermöglichen eine einfache Montage, bieten aber nur mäßigen Halt. Doppelt geclippte Ausführungen besitzen zwei Verriegelungspunkte, die für einen stärkeren Halt und eine bessere Ausrichtung unter Druck sorgen. Schnappdichtungen nutzen eine durchgehende Nut, die eine gleichmäßige Kompression und hervorragende Abdichtung bei starken Vibrationen oder Temperaturwechseln gewährleistet, erfordern jedoch eine präzisere Anpassung.
F: Wie wirken sich klebstofffreie und geklebte Befestigungsmethoden auf die Wartung aus?
A: Klebstofffreie Dichtungen nutzen mechanische Verriegelungs- oder Schnappverbindungen und ermöglichen so einen schnellen Austausch ohne Aushärtezeit. Dadurch werden Ausfallzeiten um bis zu 50 % reduziert. Geklebte Dichtungen bieten eine stärkere Verbindung und bessere Abdichtung unter extremem Druck, erfordern jedoch längere Montage- und Demontagezeiten und oft den Einsatz von chemischen Lösungsmitteln zur Reinigung, was die Wartung komplexer macht.
F: Welche Temperatur- und Druckbeständigkeit weisen gängige Elastomerarten auf?
A: EPDM ist typischerweise für Temperaturen von -40 °C bis 150 °C und Drücke bis zu 25 bar geeignet. NBR deckt einen Bereich von -30 °C bis 120 °C mit ähnlichen Druckgrenzen ab. Viton (FKM) hält Temperaturen von -20 °C bis 200 °C und Drücken bis zu 20 bar stand. Silikon bietet extreme Flexibilität bei niedrigen Temperaturen (-60 °C), ist aber weniger druckbeständig (10 bar). PTFE-basierte Dichtungen sind bis 260 °C temperaturbeständig, erfordern jedoch höhere Anpresskräfte.
F: Wie verhält sich die Dichtungsleistung unter zyklischer thermischer und mechanischer Belastung?
A: Unter zyklischer Belastung erholen sich Dichtungen mit höherer Elastizität (z. B. EPDM, Silikon) besser, können aber mit der Zeit Druckverformungen erleiden. Doppelt geclipste und aufschnappbare Profile behalten die Dichtkraft aufgrund der gleichmäßigen Lastverteilung länger bei. Klebstofffreie Verbindungen können sich nach vielen Zyklen leicht lockern, während geklebte Dichtungen Bewegungen widerstehen, aber bei unterschiedlicher Wärmeausdehnung an der Klebefläche reißen können.

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Nutzerkommentare

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